Nesser, Hakan - "Das grobmaschige Netz"
Freitag, den 22. September 2006 um 21:01 Uhr | Buch- und Filmkritiken

Titel: "Das grobmaschige Netz"
Autor: Hakan Nesser
Genre: Kriminalroman
256 Seiten, btb-Verlag, 1999
ISBN: 3442723809

Aus dem Inhalt:
Janek Mitter wacht verkatert auf und findet die Leiche seiner Ehefrau in der Badewanne. Er ist sich seiner Unschuld sicher, kann es aber nicht beweisen und so ziemlich alle Verdachtsmomente sprechen gegen ihn.
Als sein Schicksal besiegelt scheint, kommt Kommissar Van Veeteren auf die heisse Spur, die ganz wo anders hin führt und mit zwei länger zurückliegenden Morden zusammen hängen.

 Über den Autor:
Hakan Nesser, geboren 1950 in Schweden, arbeitete als Lehrer an einem Gymnasium, als er seine schriftstellerische Tätigkeit aufnahm. 1988 debütierte er mit dem Roman "Kim Novak badet nie im See Genezareth". Sein Krimi-Debüt lieferte er eben mit "Das grobmaschige Netz" ab, was auch als bestes Krimi-Debüt 1993 in Schweden ausgezeichnet worden ist.
Der Protagonist seiner Romane ist Kommissar Van Veeteren. Eigentlich fast schon ein typischer Krimiheld. Privat gescheitert, mit der Arbeit verheiratet und ziemlich schrullig. Ähnlich wie bei Arnaldur Indridasons Held Erlendur kommt einem sehr bald das Bild von Peter Falk alias Columbo in den Sinn.

Unsere Kritik:
Ein für mich neuer Stil eines Krimis. Immer wieder blendet Nesser von den Gedankengängen des inhaftierten Verdächtigen zu den Ermittlungen von Van Veeteren, der es sich leicht machen und den Fall ad acta legen könnte. Tut er nicht und fängt somit den Mörder. Gut durchdacht, gut gemacht!
Hätte ich chronologisch nach dem Erscheinen ein paar Nesser-Romane gelesen, dann hätte ich einen anderen Zugang zu ihm. "Das grobmaschige Netz" gefällt mir ganz gut. Leider habe ich bereits vorher "Das vierte Opfer" und "Münsters Fall" gelesen. War das eine noch langweilig mit einem zumindest lesenswerten Knalleffekt am Schluss, so war letzteres für mich nur noch fad und die Hoffnung auf ein tolles Ende wurde enttäuscht.
"Das grobmaschige Netz" ist allemal lesenswert und entspricht wohl dem, was ich als klassische Strand- oder U-Bahn-Lektüre bezeichnen würde, meint Euer

~ Benno ~

Unsere Bewertung:

 
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