Klausner, Uwe - "Bernstein-Connection"
Dienstag, den 16. Juni 2015 um 18:33 Uhr | Buch- und Filmkritiken

Titel: "Bernstein-Connection"
Autor: Uwe Klausner
Genre: Historischer Kriminalroman
421 Seiten, Gmeiner-Verlag, 2011
ISBN: 978-3839211137

Aus dem Inhalt:
Berlin 1953. Aus der Havel wird eine männliche Wasserleiche geborgen. Offensichtlich stammt sie aber aus dem östlichen Teil der Stadt und ist vor dem Tod gefoltert worden. Pikant ist, dass der Tote auch die Blutgruppentätowierung der SS auf seinem Arm aufweist. Wer ist also der Tote und warum musste er sterben?
Kurze Zeit später wird das Grab eines ehemaligen SS-Angehörigen geschändet und ein Mann im offenen Grab getötet. Ein neues Rätsel für Hauptkommissar Tom Sydow.

Über den Autor:
Uwe Klausner, Jahrgang 1956, studierte Geschichte und Anglistik. 2007 erschien sein erster Mittelalter-Krimi um den Mönch Hilpert von Maulbronn, im Jahr 2009 folgte der erste Fall des Kommissars Tom Sydow. "Bernstein-Connection" ist der mittlerweile dritte Roman dieses Protagonisten.

Meine Kritik:
Wieder einmal fällt mein Resümee zweiteilig aus. Als Kriminalroman ist "Bernstein-Connection" nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, vor allem weil bei den handelnden Personen zu viele Klischees bedient werden. Die verwendete Gaunersprache, die Spitznamen der handelnden Personen und deren Umgangssprache könnte aus einem billigen Dreigroschenroman oder einem 50er-Jahre-Film stammen. Die historische Seite ist aber überaus interessant und der regelmäßige Sprung zurück in die Endphase des 2. Weltkrieges macht dieses Buch für mich als historisch interessierten Leser besonders spannend.
Für "normale" Krimifans ist die "Bernstein-Connection" also kaum mehr als eine gute U-Bahn- und Strandlektüre, für historisch Interessierte ist es aber ein bisschen mehr und deshalb gibt es knapp aber doch nicht drei sondern vier der begehrten Polizeicafé-Sterne,

meint Euer

~ Benno ~

 
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