Eppensteiner, Thomas - "Blutige Reben"
Sonntag, den 30. November 2014 um 17:34 Uhr | Buch- und Filmkritiken

Titel: "Blutige Reben"
Autor: Thomas Eppensteiner
Genre: Kriminalroman
192 Seiten, Emons-Verlag, 2014
ISBN: 3954513714

Aus dem Inhalt:
Auf dem Parkplatz vor einer kleinen Bahnstation in der Nähe von Mödling werden mehrere Leichen gefunden, abgelegt oder weggeworfen, wie erlegtes Vieh.
Chefinspektor Schirmer, frisch geschieden und seit Neuestem auch abstinent, steht mit seinem Team vor einem Rätsel. Schnell wird aber klar, dass des Rätsels Lösung irgendwo zwischen dem Besitzer eines einstmals renommierten Weinguts und dem Betreiber eines Mödlinger Nachtclubs zu finden sein dürfte.
Was Schirmer da gar nicht brauchen kann, sind ein Abteilungsinspektor des Bundeskriminalamtes, der ihm vor die Nase gesetzt wird und eine offenbar undichte Stelle in der Polizeiinspektion Mödling.

Über den Autor:
Thomas Eppensteiner wurde 1972 in Wien geboren und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Mödling in Niederösterreich. Er arbeitet als Kriminalbeamter im Bundeskriminalamt Wien und "erfand" gemeinsam mit Thomas Angerer die Literatur-Plattform "Das Polizeicafé".
"Blutige Reben" ist der zweite Roman rund um Chefinspektor Schirmer und sein Team.

Meine Kritik:
Auch wenn der geneigte Leser meinen mag, dass ich das Urteil nur so positiv ausfallen lasse, weil der Autor mein Freund ist, versuche ich doch so objektiv wie möglich eine Kritik zu diesem Buch abgeben. "Blutige Reben" ist in jedem Fall eine Weiterentwicklung zu "Sünden" und ich komme nicht umhin zu sagen, dass das Buch einer der besten österreichischen Krimis ist, die ich in der letzten Zeit in der Hand hatte. Thomas Eppensteiner hat bewiesen, was Krimigrößen wie Simenon, Christie & Co. schon wussten: Man muss keinen Krimi auf 250 Seiten oder mehr aufblasen, wenn dann die effektive Krimihandlung doch nur die Hälfte wert ist. Vielleicht täte diesem Buch ein bisschen mehr Privatleben von Chefinspektor Schirmer gut. Vielleicht könnte sein blitzsauberer Assistent Arno Hasler eine dunkle Seite vertragen (vielleicht steht er auf Sadomaso, geht bisweilen in den Puff oder raucht zumindest hie und da einen Joint...), vielleicht sollte Schirmer einfach wieder mit dem Saufen beginnen. Egal. Der Krimi ist jedenfalls gut aufgebaut, auch wenn ihm das gewisse Etwas fehlt, das man nicht so genau in Worte fassen kann. Dieses Mal bekomt das Buch auf alle Fälle ohne Erstlingsbonus ganz ehrliche vier von fünf Polizeicafé-Sternen,

meint Euer

~ Benno ~

Meine Bewertung:
entfällt eigentlich wegen Befangenheit.
Wäre der Autor aber nicht Teil des Polizeicafé-Teams, dann gäbe es wieder...

 
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