Rankin, Ian - "Schlafende Hunde"
Samstag, den 11. Oktober 2014 um 07:15 Uhr | Buch- und Filmkritiken

Titel: "Schlafende Hunde"
(Originaltitel: "Saints Of The Shadow Bible")
Autor: Ian Rankin
Genre: Kriminalroman
464 Seiten, Verlag Manhattan, 2014
ISBN: 3442547237

Aus dem Inhalt:
John Rebus ist wieder da. Um bei der Lothian & Borders Police wieder eingestellt zu werden, musste er auf seinen "Amtstitel" verzichten und einen Posten als Detective Seargant annehmen. Seine ehemalige Assistentin Siobhan Clarke ist jetzt aber DI und somit Vorgesetzte des alten Kieberers. Der erste Fall, bei dem er eingesetzt wird, ist nur ein Verkehrsunfall. Es wäre aber nicht John Rebus, wenn er nicht auch dabei riecht, dass irgend etwas faul ist.
Und plötzlich wird es brandheiß. Im Unfallauto saß der Sohn des schottischen Justizministers und der Minister wird kurze Zeit später ermordet. Alles nur Zufall?
Egal. Rebus hat nämlich noch ganz andere Probleme. Malcolm Fox von der Abteilung für intere Ermittlungen, den "Complaints", soll einen 30 Jahre zurückliegenden Fall aufrollen, in den das Team des damals noch blutjungen John Rebus verwickelt war. Beweismittel rund um einen Mordfall sollen manipuliert worden sein. Die "Saints of the Shadow Bible", wie sich dieses Team damals nannte, schien Selbstjustiz betrieben zu haben und es stellt sich die Frage: Wieviel wusste John Rebus von der ganzen Sache?


Über den Autor:
Ian Rankin, geboren 1960, gilt als führender Krimi-Autor Großbritanniens. Er lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Edinburgh, wo er mit DI John Rebus eine Kultfigur des britischen Kriminalromans geschaffen hat.

Unsere Kritik:
Gott, wie habe ich diesen Scheißkerl vermisst und dann kommt Rebus wieder. Anders als man ihn gewohnt ist. Meistens nüchtern, selten im Clinch mit Vorgesetzten und konzentriert an einem Fall arbeitend ohne irgendwelche Unterlagen mit nach Hause zu nehmen. "Kein Alkohol und Dienst nach Vorschrift? Sachen gibt's.", sagt ein ehemaliger Kollege einmal zu ihm. Das habe ich mir auch oft gedacht.
Ian Rankin ist wieder ein großartiges Buch gelungen. Anfangs scheinbar nicht zusammen gehörende Handlungsstränge laufen mit der Zeit zusammen und enden in einem gewaltigen Showdown... und am Schluss zeigt Rebus, dass er doch noch das ist, als den wir ihn kennen und schätzen gelernt haben. Ein alter Scheißkerl, der sich auch mal mit einem Unterweltler einlässt, wenn es seiner Sache dient.
"Ich komm aus den Achtzigern - ich bin keiner von diesen neumodischen Supersensiblen. Und jetzt raus aus meinem Wagen!", sagt er gegen Ende hin.
Dem habe ich nichts hinzuzufügen,
meint Euer

~ Benno ~

Unsere Bewertung:

 
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