Der Pensionist
Donnerstag, den 09. Januar 2014 um 20:50 Uhr |
Anton Langer | Gedichte

Wia host di gfreit seit Jahren schon,
dassd endlich geh kaunst in Pension.
Du hast dir auch stets ausbedungen,
die Zeit verbringst daun ungezwungen.
Kein Mensch darf dir mehr schaffen was,
des host nur glaubt, denn des wär` klass.
Jetzt bist daham und wanst umd Zeit,
wo dich die Oabeit hot net gfreit

Kein Chef hat dich so sehr getrieben,
wia jetzt dei Frau, schon um hoibsiebn.
Sie ruaft steh auf du fauler Pinkl
und hoi a Möh, auwa nua a Dinkl.

Jetzt stehst hoit auf , wos bleibt da iwa
waun a vor Schnupfn dir die Augn gehen über.
Wüst du vuam geh no schnö, a Buttersemme und an Tee,
do geht’s erst richtig in die Heh.

Waunst wüßt kaunst da den söwa mochn,
i stö mi net her und tua kochn.
Des hob i laung gnua gmocht fia di,
jetzt bist daham, jetzt springst fia mi.

Außerdem, und des is gwiß,
is eh net gsund waunst sovü frißt.
Waunst zrukkummst gehst mitn Hund in Goatn,
duat schneidst die Heckn  und los mi jo net woaten,

weu i muaß heit zum Yoga geh
und zum Frisär noch Jedlersee.
So ist es Pensionist zu sein,
die Ruhe kehrt sehr spät erst ein.

Du wirst erst dann sie echt genießen,
waunst unten liegst und obn tans gießen.

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