Haderer, Georg - "Ohnmachtspiele"
Dienstag, den 15. Oktober 2013 um 15:02 Uhr | Buch- und Filmkritiken

Titel: "Ohnmachtspiele"
Autor: Georg Haderer
320 Seiten, Deutscher Taschenbuchverlag, 2013
ISBN: 978-3423214520

Aus dem Inhalt:

Eine Ertrunkene wird in der Nähe des Alberner Hafens beim "Friedhof der Namenlosen" angespült. In einem Vorort Wiens ertrinkt eine junge Frau in der Badewanne und schließlich ist da noch der Junkie, der im Wienerwald unter einer Eiche gefunden wird. Alles Todesfälle, die der Polizeipräsident gerne als Unfälle zu den Akten legen würde, machen sich doch ungeklärte Mordfälle schlecht in der Statistik. Aber nicht mit Major Schäfer, der anfangs noch im Krankenstand ist, aber dann doch wieder in den Dienst kommt und sich dieser Fälle annimmt. Er hat nämlich eine Theorie, die so absurd wie genial erscheint. Geht hier ein Mörder um, der sich seine Opfer danach aussucht, ob sie auf Doppeldeutschen Schnapskarten vorkommen? Ist der Junkie gar der "Eichel Unter" und ist am Ende er selbst gar "Kuoni der Hirte" (im Spiel der "Herz unter") und damit selbst schon auf der Abschussliste des Irren?

 

Über den Autor:

Georg Haderer wurde 1973 in Kitzbühel (Tirol) geboren und lebt seit 2003 in Wien, wo er anfangs als Werbetexter arbeitete. 2009 erschien sein erster Kriminalroman "Schäfers Qualen" und es erfolgte damit der Startschuss zu einer Serie rund um den schrulligen Major Johannes Schäfer.

Unsere Kritik:

Zu allererst muss ich sagen, dass es sich bei "Ohnmachtspiele" um einen der besten deutschsprachigen Krimis handelt, den ich je gelesen habe. Endlich einmal ein Krimi, der in erster Linie Krimi und nicht Heimatroman mit Krimi-Elementen ist. Und warum kriegt er dann nur 4 Sterne im Polizeicafé? Weil Polizisten andere Maßstäbe setzen und so gibt es dem Leser mit polizeilichem Background halt immer einen kleinen Stich, wenn sich die Kieberer untereinander siezen. Es ist auch irgendwie verwirrend, dass die Dienststelle einmal Sicherheitsdirektion, dann nur "das Kommissariat" und irgendwann das Kriminalamt heißt. Irgendwann wird Schäfer auch als "Major aus dem Bundeskriminalamt" vorgestellt. Also, was jetzt, lieber Herr Haderer? Und zu guter letzt sind die Karrieren der "eingesetzten Kräfte" nicht stimmig. Da ein Oberst, dort ein Major, dazu RevierinspektorInnen und InspektorInnen und schließlich ein Leutnant, der früher mal des Majors Lehrmeister war. Degradiert, oder was?
Dem normalen Krimileser tut's an der Lesefreude keinen Abbruch, mir auch nicht so wirklich, aber einen Stern ziehe ich Ihnen zur Strafe schon ab, Herr Haderer,

meint Euer

~ Benno ~

Unsere Bewertung:

 
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