McKinty, Adrian - "Der katholische Bulle"
Montag, den 07. Oktober 2013 um 18:23 Uhr | Buch- und Filmkritiken

Titel: "Der katholische Bulle"
Originaltitel: The Cold Cold Ground
Autor: Adrian McKinty
384 Seiten, Suhrkamp Verlag, 2013
ISBN: 978-351846450-2

Aus dem Inhalt:
Belfast, 1981. Nordirland steht ganz im Zeichen der Unruhen zwischen Katholiken und Protestanten. Inmitten des Chaos tauchen in Carrickfergus bei Belfast aber zwei Leichen auf. Alles deutet darauf hin, dass es ein Psychopath auf Homosexuelle abgesehen hat und diese bestialisch ermordet.
Sollte es in Nordirland einmal einen Mord geben, in den die IRA oder die protestantischen Paras nicht involviert sind?
Detective Seargant Sean Duffy übernimmt die Ermittlungen und stößt doch immer wieder auf Hinweise, dass die Morde doch eine politische Komponente haben könnten.
Und dann ist da noch die Ex-Frau eines Hungerstreikenden, die erhängt in einem Wald aufgefunden wird. Auch da kommen Duffy Zweifel, die er mit so manchem Pint Wodka Gimlet wegspülen möchte.

Über den Autor:
Adrian McKinty wurde 1968 in Belfast geboren und wuchs in Carrickfergus auf. Er studierte Rechtswissenschaften in Oxford und lebte unter anderem in den Vereinigten Staaten.
Sein erster Roman erschien im Englischen im Jahr 2003. "Der katholische Bulle" ist das erste Buch der Trilogie mit dem Ermittler Sean Duffy.
McKinty lebt in Australien, ist verheiratet und Vater von 2 Kindern.

Unsere Kritik:
Die Beschreibung der Unruhen in Nordirland fesseln wahrscheinlich jeden Polizisten von Anfang an. Es entspinnt sich sehr schnell eine rasante Handlung, deren Tempo McKinty aber nicht über das ganze Buch halten kann.
Ich weiß nicht so recht, ob es mir gefällt, dass aus einem anfänglich klassischen Krimi dann doch ein Polit-Thriller wird, in dem der Protagonist sich langsam aber sicher vom normalen Kommissar zum Superhelden entwickelt.
Nichtsdestotrotz ist das Buch ganz gut, vor allem weil es durch einen in der Krimiwelt völlig neuen Schauplatz heraussticht.
Der Schreibstil McKinty's, der Schmäh unter den Kollegen und die gut dosierte Brutalität sind aber in jedem Fall Anlass, noch mehr von Adrian McKinty zu lesen.

meint Euer

~ Benno ~

Unsere Bewertung:

 
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