Russenmädchen
Donnerstag, den 18. Januar 2007 um 19:49 Uhr |
Steve Soon | Gedichte
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Russenmädchen
Seite 2
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Nadja hieß das schöne Mädchen
aus dem kalten Russen-Land
saß nur gram am Spinnenrädchen
Blut quoll oft aus zarter Hand.

Siebzehn Jahr` und voll der Blüte
ziert Verzweiflung ihr Gesicht
nicht mit Gnade, nicht mit Güte
zollt das Leben ihr Verzicht.

Undankbar sei diese Welt
denkt sich Nadja oft beim Spinnen
kann mit meinem bisschen Geld
nie mein Leben neu beginnen.

Träumend sucht sie in Gedanken
diesen Ort des wahren Lebens
fest verschlossen sind die Schranken
eine Tür sucht sie vergebens.

Tanzen will ich, möchte schweben
lass die Freiheit in mir blühen
warum soll mein junges Leben
leiden unter all den Mühen?

Zwischen Hoffnung, Frust und Glauben
schlägt das Herz in Nadjas Brust
bringt der Griff nach hohen Trauben
wirklich die ersehnte Lust.

Schon eilt her ein kühner Knabe
singt sich in ihr Herz hinein
überhäuft mit güldener Gabe
lässt sie Spinnrad Spinnrad sein.

Folge mir doch in den Westen
fleht der Knabe fast auf Knien
es ist nur zu deinem Besten
wenn an einem Strang wir zieh'n.

Völlig blind, die Not vor Augen
liefert Nadja sich ihm aus
ohne auch zum Tanz zu taugen
kommt sie in ein großes Haus.

Wahr geworden ist ihr Traum
Nadja hat erreicht ihr Ziel
rotes Licht wärmt sanft den Raum
für das schöne Liebesspiel.

Noch ahnt sie nichts von ihrem Los
und wähnt sich noch im Glücke
gibt ihrem Herzen einen Stoß
bricht hinter sich die Brücke.

Kein Wort der Reue, keine Sühne
vorbei ist nun das Russenleben
der Tanz, die Show, auf off' ner Bühne
wird neuen Sinn dem Leben geben.



 
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