Opfer
Samstag, den 05. Januar 2013 um 15:59 Uhr |
Anton Langer | Gedichte

Neilich steh i bei der Pestsäun do Am Grobn,
kummt aner her und und sogt, ich dich wos frogn.
I hob glei gmeakt des is ka Guada
sondern a riesengroßes Luada.

In da Haund hod er den Stodtplan ghoidn
Und hod sie umgschaut schnö noch seiner Oidn.
De woa auwa scho neben mia
und hod ma khaut ihr Taschl zwischn d` Knia.

I bin leicht zaumzuckt durch des Schlagerl
foa mit da Faust ihr glei ins Magerl.
Tschuidigung hob i no gsogt,
weus goa so bled mi augschaut hot.

Gleichzeitig steig i eam auf d`Bock
und sog vazeih, des is da Schock.
I hob glaubt ihr mochts a Reiberl,
du Deppata mit deinem Weiberl.

Frogn host woin, wos wüsstn wissen,
oder host in d`Hosn gschissn.
Er was net wos a jetzt soi mochn,
so faungt er hoid bled au zum lochn.

Sei Oide druckt aufd Tränendrüsen
und wü ma meine Hände küssen.
Sie stottert wos von sieben Kinder
Sie nix zum anziehn, jetzt kommt Winter.

Und weu des Rean ka End hot gnumma,
san immer mehr Leit zu uns kumma.
Obwois net gwußt haum um wos geht,
haum olle durchanaunda gredt.

Des Gedränge is wuan immer gressa,
aufamoi hob i kriagt an Stessa
und de zwa san unumwunden
in der Menge schnö verschwunden.

Grod wia i mia denk, de soi da Teife hoin,
schrein a poa Leit, mi haums bestoin.
De Zwa woan nämlich net alla do,
do woa de gaunze Bande a do.

Des gaunze woa so inzeniert,
dass sich vü Leit haum echauffiert.
Durch eanan Wichtigtuerklopfer
woans fia de Gfraster de super Opfer.

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