Der Mann von La Mancha
Montag, den 24. September 2012 um 08:40 Uhr |
Ernst Rauch | Gedichte
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In Spanien, vor langer Zeit,
ein Pärchen durch die Pampa reit.
Ein Ritter ist´s, mit seinem Kuli,
einer zu Pferd, einer am Muli.

Der Ritter war im ganzen Land
Als Don Quixote wohlbekannt.
Und Sancho Pansa hieß der Diener,
das war ein richtiger Schlawiner.

Der Ritter war schon eher alt
Und von sehr trauriger Gestalt.
Sehr lang und dürr und zitterig,
der Knappe eher klein und dick.

Der Helm des Ritters hatte Beulen,
der Rest der Rüstung war zum Heulen.
Die Stiefel löcherübersät,
das Wams schon hundertfach genäht.

Die Haut gegerbt wie altes Leder
Zerfleddert war des Helmes Feder.
Die Lanze nur ein langer Stock,
am Kinn der Bart vom Ziegenbock.

So ritten sie mehr schlecht als recht,
rechts ritt der Herr und links der Knecht.
So wie ein Kücken und ein Huhn
Und wollten große Dinge tun.

Der Ritter war nämlich verliebt,
so sehr wies das nur einmal gibt.
Dulcinea hieß die Holde,
der er imponieren wollte.

Sie war jung und sie war schön,
wie selten man es hat gesehn.
Nur Eins hatte er nicht geschnallt,
Er war zu hässlich ihr, zu alt.



 
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