Gelsenplage
Freitag, den 27. April 2012 um 08:00 Uhr |
Pepino | Geschichten & Gedichte - Geschichten

Nächtens wenn ich schlafen geh
mich auf der Matratze dreh
deck mich bis zum Halse zu
glaub jetzt hab ich endlich meine Ruh
da hör ich schon ein leises Surren
kreisend übern Kopfe burren
plötzlich spür ich einen Stich
ja die Gelsen, die lieben mich

 

Bevor ich anfang laut zu toben
zieh die Decke ich nach oben
bin ich oben zugepackt
sind die Füße unten nackt
und die Gelsen schlagen zu
lassen mich wieder nicht in Ruh

Ich beschließe sie zu überlisten
leg eine Hand neben das Kissen
wart bis die Nächste will mich plagen
um auf sie dann drauf zu schlagen
das Biest fliegt vorbei ganz ohne Charme
und sticht mich in den Unterarm

Meine Frau schläft daneben
bemerkt nicht meine Schmerzen eben
deckt sich nicht bis oben zu
denn die Gelsen lassen sie in Ruh

Red ich mit ihr über mein Leiden
sagt sie in Ruhe ganz bescheiden
ich kann nicht hören dein Gewimmer
wegen ein paar Gelsen hier im Zimmer

Lieber Gott kannst Du mich rächen
mach dass Gelsen auch meine Frau stechen
kaum gedacht kam die Strafe, oh bange
durch einen Stich in meine rechte Wange

Die Stiche beginnen zu jucken
da hilft kein Jammern und kein Mucken
die Lage ist sehr verdrießlich
ohne Schlaf wird es sehr misslich

Ein Blick nach links im Bette
meine Frau schläft ganz feste
bemerkt nichts von meinem Drama
nächtens im Pyjama

Ich resümiere:

Gelsen stechen fast nur Männer
sie schlagen zu ganz ohne Hemmer
haben sie dich ausgesaugt
flugs sind sie gleich abgetaucht
verstecken sich in einem Eck
werden am nächsten Tag dann wieder keck

Will man wissen, warum sie einen lieben
muss man Informationen kriegen

Ich hol das Lexikon heraus
und lese dort, oh welch ein Graus

Warum Gelsen das Blut der Männer klauen
bei den Gelsen stechen nur die Frauen.

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