Alle Wege führen ins Café Kreuzberg
Montag, den 05. März 2012 um 13:24 Uhr |
Manfred Rubenser | Geschichten & Gedichte - Geschichten

I hab, und das is wirklich wahr,
im Herbst, so cirka vor 1 Jahr,
ein @-mail kriagt, da drin war druckt
a Einladung. I werd verruckt!,
hab i mir denkt.
Wer mir so a Überraschung schenkt?
„Nach Wien ins Polizei-Cafe“
im 7. Hieb. Den kenn i eh
hab i mir dacht.
„Westbahnstraße“ – Wär doch glacht,
wenn i des net finden tät.
„Von der U 6 stadteinwärts geht
man nur 2 Blocks. Schon ist man da.
Auf 107. „ Na wunderbar!
Die gute, alte „Google-Map“!
Und ich hab ihr vertraut, ich Depp!

Die Westbahnstraßen owehatschen
in der Kältn. Nebenbei quatschen
mit meiner Frau, die mich begleitet.
Und am End fast mit mir streitet:
„Mit dir hab i mir an Deppn gfangen!
Jetzt haben wir uns total vergangen!“

Nun kam, was muss. Ihr wisst es schon?
Na klar: der Griff zum Telefon!
„Herst, Alter, i steh, wie begossen
Verloren in der Westbahnstroßen!
Und find die blede Nummer net.
Hilf mir! Sag, wie’s weiter geht!“

Er sagt: „I glaub, du machst an Spaß!
Westbahnstraße is a Kaas.
Jetzt, bitte, sei mir ned verdrossen,
komm umme in die Neustiftgassen,
und zwar auf Nummer 103.
Dort im Cafe, dort wird ich sein.“

Und wirklich, nach 1 Kilometer
Und 10 gfrorene Minuten später,
war ich, Juhu und Holldrio!
Mit meinem Schatzi wirklich do.

Und die Moral von der Geschicht:
Traue keinem @-mail nicht.
Auch Internet nicht koscher ist!
Frag lieber glei an Polizist!

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