Bein Wirt'n
Sonntag, den 16. August 2009 um 13:46 Uhr |
Richard Lux-Rubenser | Gedichte
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Bein Wirt'n
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Letztens steh i so bein Wirt’n
und trink den dritten oder vierten,
vielleicht aa scho den zwölften G’spritzten
und hob an ziemlich leicht’n sitzen.

Do siech i drüben in da Mitt’n
a blonde Taub’n mit scheene Ti…. tiafblaue Aug’n.
Und weil der Wein mir hebt die Triebe
entbrenne ich sofort in Liebe.

Drum bin i aa glei ummegaunga,
doch do siech i so a Launga
brot scho bei mein Schatzerl ei.
I denk bei mir: „Des hauma glei!“

Oiso bin i zuwegaunge,
und sog zu eahm: „Foah oh, du launga
Lulatsch, owa ziemlich schnöö,
wäu sunst gibt’s an Muartsbahöö!“

Da Launge – er steht jo verkehrt –
tuat, ois ob er goar nix heart.
I maan der is aa bissl deppert
und dass’s jetzt glei aa bisserl scheppert.

Oiso red i eahm no amoi au.
I sog zu eahm: „Mei guater Mau,
des do is aa Klassefrau,
de faungt mit an wia dir nix au.”

Drauf draht si da Launge um
und sogt: „Du bist a bisserl dumm,
waunst di net schleichst bist glei marod,
oder vielleicht sogoa Tod!“

Drauf sog I: „Du launga Schuft,
di zerreiss i in da Luft.
Mit deina Läng, und jetzt bist baff,
schaust jo aus wia aa Giraff.
Schau, dass’d hamkummst in dein Zoo,
i glaub du gehst durt eh scho oh.“



 
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