Im Freibod
Samstag, den 13. Juni 2009 um 12:55 Uhr |
Richard Lux-Rubenser | Gedichte

Wia mir damals no Kinder woarn
Samma im Summer immer ins Kongi gfoarn.
Oiso ins Kongressbad ausse noch Ottakring,
owa net zum umanaundaliegn.

So wia ma des heit oisa Oida mochn,
naa, damals haum ma aundare Sochn
äus fäu in da Sunn liegn und so was im Sinn g’hobt.
Damals hot baden gehen hoit no an Sinn g’hobt.

Daham haum ma in Voda a poar 3er gflaucht,
de haum ma in Bod hinter’d Staudn hamlich graucht.
Und hot uns dabei da Bodwaschl dawischt,
hot er net laung gredt, hot uns glei ane zischt.

Beim Buffet haum ma immer leere Flaschn stibitzt,
de haum ma daun aungfüllt und zu d’Leut umegspritzt
de wos nackert im Sonnenbad drinnen g’legn san.
Nau de haum se aufgregt. Des woar a TamTam.

De feschn Madln haum ma ins Wossa gschmissn.
De haum treten und krotzt und oft sogoar bissn.
Owa uns Buam hot des olles net g’stört,
wäu des in den Alter genau a so g’hört.

Und kaum hot des Wossa so a Madl vaschlungen
samma glei olle noch eine g’sprungen.
Do haum ma uns daun glei goar nix mehr pfiffen
und haum de armen Madln urndlich ausgriffen.

Do hat manches Mentscherl gaunz fürchterlich plärrt,
andere haum sie owa net amoi g’wehrt.
Nochher woar ma daun mächtig stolz,
wäu mir san hoid Burschen aus an echtn Holz.

Daham hot uns da Voda daun a urndliche pickt,
wäu aus sein Packl fehln jo a poar Tschick.
Und so samme Jahr für Jahr älter word’n
und san immer gern ins Bad aussegfahrn. 

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