Zähndweh
Dienstag, den 07. April 2009 um 10:08 Uhr |
Richard Lux-Rubenser | Gedichte
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Zähndweh
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Da Kräftner Fraunz des is a Mau
wia ma si’n nua vuastöhn kau.
Groß und stork, a fester Riegl,
net so a eidiata Heanabiagl.

Mit an Gnack äus wia a Stia
und Händ so groß wia a Klawia.
Es gibt goa nix wos er fiacht,
ausser waun er Zähndweh kriagt.

Wäu da Zauhnoazt is fian Fraunz
Dessölbe wia da Fuchs fia’d Gauns.
Sodass da Fraunz si fuachtboa fiacht,
waun er an Pappnschlosser siacht,

Nur san hoit so feige Leut
aa vorm Karies net gefeit.
Do kaun er dreimoi täglich putzen,
des ollas wird eahm aa nix nutzen.

Wäu da Karies – net faul,
haut sie eine in des Maul.
Wo ea in de Zähnd sie frisst,
bis du a Foi fian Zauhnarzt bist.

So hots aa den Fraunz dawischt.
Dea hot sie fost in’d Hosn pischt,
wia’ra aufwocht in da Nocht,
wäus in da Pappn schmerzt und krocht.

Da hot er sie glei fuachtboa gschreckt,
wia ra aun den Zauhnoazt denkt.
Owa daun hot er a Schnapserl gsoffn
und gaunz friedlich weitagschlofn.

Do wia ra aufsteht in da Fruah
nau do schaut er si dazua.
wäu er ausschaut wia a Froscherl,
so angschwoin is sei gaunzes Goscherl.

Und aa de Schmerzn san ka Schmorrn,
de do in sein Schädl bohrn.
Fost möcht er glaubn, dass in sein Gfries
a klanes Bergwerk eibaut is.



 
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