Der Goldraub von Heathrow?
Sonntag, den 01. Februar 2009 um 13:59 Uhr |
Johann Bednar | Geschichten & Gedichte - Geschichten
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Gemütlichkeit im Büro, die Beine hochgelagert, R. Kurt, N. Karl, H. Bertl und ich nuckelten an den Bierdosen herum und irgendwie war uns ein wenig „fad im Schädel“, es wurde auch allerhand Blödsinn gequatscht.
Ein Luftangriff von irgendwelchen Suchtgiftschmugglern war nicht zu erwarten. Nur das Telefon störte das muntere Geplauder.
Der Wachhabende rief an, dass uns ein Mann unbedingt sprechen wollte. Na gut, rauf mit ihm! Eine V-Person mit der wir schon seit Jahren in Kontakt waren, stand in der Tür. 40 Jahre, braungebrannt immer bei „Kohle“, elegant wie ein Mafiosi aus Palermo.

Ein guter Mann, wir hatten schon etliche „Hacken“ bearbeitet die er uns geliefert hat (er war der V-Mann von Rupf). Dass ich hier seinen Namen nicht nenne, versteht sich natürlich von selbst und ich nenne ihn einfach „Alfons“.
Nach den Förmlichkeiten wie "Hallo wie geht’s", schoss es aus ihm heraus! „Seid ihr an dem Goldraub von England, Heathrow interessiert“? Ruhe!
Wir sahen uns alle an und dachten genau das gleiche: Er spinnt! Alfons sah uns an, dass wir an seinem Verstand zweifelten und grinste dreckig! "Echt Burschen, die Goldbarren von England!"
Da aber seine Informationen immer stimmten, wurden unsere Augen immer größer.
„Wo ist der Django“ fragte Alfons?
Rupf war im Sondergastraum des Flughafens und ich rief ihn an, sagte ihm worum es gehe. Er fragte mich, ob ich besoffen sei und ich verneinte, eine Dose Bier hat mich noch nie aus den Schuhen geworfen. Ich komme rüber, meint er!
Wir hatten unser Büro am Flughafengelände im Sicherheitszentrum und es dauerte nicht lange, als Rupf erschien. Wir waren alle versammelt und Alfons legte los!
In einer Sauna in Wien habe er einen gebürtigen Italiener kennen gelernt, der aber in Österreich lebt. Bei einigen Saunabesuchen und Aufgüssen kam er mit ihm ins Gespräch und es wurden Erfahrungen ausgetauscht. Erfahrungen die nicht unbedingt zimmerrein sind, aber so ist es halt nun mal!
Unser Alfons ließ durchblicken dass es ihm an Geld nicht fehle, Geld welches natürlich mehr oder weniger „zufällig“ in seinen Besitz kam. Auf alle Fälle machte „Heinrich“ ein Angebot!
Er könne als Geldanlage Goldbarren anbieten, insgesamt 81 kg, ein Kilo Gold wäre um 180.000 Schilling zu haben. Damals, 1983 wurde ein Kilo Gold in England um 238.000 Schilling (ohne Mehrwertsteuer versteht sich) gehandelt. Ein glattes Geschäft meinte Heinrich, da Ware dort Geld. Gold sei doch noch immer die sicherste Anlage! Alfons war natürlich nicht abgeneigt sich an dem Geschäft zu beteiligen.
Ein neuer Termin in der Sauna wurde ausgemacht, Alfons wollte noch mit einigen Interessenten sprechen, wegen der Finanzierung.



 
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