Auf dem Weihnachtsmarkt...
Samstag, den 20. Dezember 2008 um 13:15 Uhr |
Thomas Angerer | Gedichte

Auf dem Weihnachtsmarkt tags um halb vier.
Ich mag noch keinen Punsch, trink lieber ein Bier.
Ich betrachte das Christkind in Stroh und in Heu
und merke, wie ich mich auf Weihnachten freu

Auf dem Weihnachtsmarkt abends um fünf,
die Touristen verschwinden in die Unterkünft.
Neben mir bimmelt der Weihnachtsmann,
ich frag’ mich, wer sich das alles leisten kann.

Auf dem Weihnachtsmarkt abends um sechs,
ich tunk in den Glühwein die trockenen Keks.
Neben meinem Ohr bimmelt der Weihnachtsmann.
Ich frag mich, wie lang ich das noch ertragen kann.

Auf dem Weihnachtsmarkt abends um sieben,
der Weihnachtsmann kriegt gleich was auf die Rüben.
Ich hoff’, dieser Schnösel mit seinem Geläute
haut endlich ab und sucht das Weite.

Auf dem Weihnachtsmarkt abends um acht.
Gegen den Weihnachtsmann wird jetzt mobil gemacht.
Der Mob will dem Dicken eine verpassen,
weil sie so wie ich sein Gebimmel recht hassen

Auf dem Weihnachtsmarkt abends um neun.
Endlich herrscht Ruhe, Zeit sich zu freu’n.
Der Weihnachtsmann steht gefesselt an einem Baum.
So sieht er aus, mein Weihnachtstraum.

Auf dem Weihnachtsmarkt abends um zehn.
Bin so voll mit Glühwein, kann kaum mehr stehn.
Da seh’ ich den Weihnachtsmann, den Arm nach hinten gewinkelt.
Ein Inspektor hält ihn fest, hat er doch glatt gegen das Rathaus gepinkelt.

Ich wink ihnen zu und wünsch dem Kollegen:
„Eine fröhliche Weihnacht’ und dazu Gottes Segen!“

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