Weihnachten
Dienstag, den 12. August 2008 um 12:59 Uhr |
Hermann Szodl | Gedichte
Beitragsseiten
Weihnachten
Seite 2
Alle Seiten

Jetzt steh ich da wie jedes Jahr.
Ich glaub’s nicht es ist nicht wahr.
Hab wieder mit den Karten gezockt,
dabei war die ganze Zeit das Pech angedockt.
Die Taschen sind leer
und für den Christbaum reicht’s nimmer mehr.
Schal schmeckte das letzte Bier.
Mein Gott was mache ich nur hier.

Die Geduld der Frau ist am Ende.
Mein Sündenregister spricht Bände.
Das Geld für Geschenke und den Baum
alles verspielt man glaubt es kaum.
Ich kann das alles nicht mehr fassen
kann mich nicht einmal mehr hassen.
Es ist feucht und kalt
mein Gott wie fühle ich mich alt.

Der Morgen graut, es wird langsam hell
ich muss mir was einfallen lassen und das schnell.
Der Blick der Kinder er wird traurig sein
ihr ganzer Hass und deren Kummer der wird mein.
Keine Geschenke und keine Gaben
keine Liebe und keine Zuwendung werde ich haben.
Bitter schmeckt dieses Gefühl
mein Gott in welchen Abgründen ich wühl.

Da was will er von mir der Alte, jetzt kommt er auch noch her.
Was ist mit Dir was bedrückt dich denn so sehr ?
Und wie durch einen innerlichen Zwang
höre ich wie durch Watte meiner Stimme Klang.
Ich erzähle dem Fremden von meinem Leid
und spüre wie die Seele sich befreit.
Ein ungekanntes Gefühl kämpft sich empor
mein Gott es ist die Menschlichkeit, welche vor langem ich verlor.



 
Template wurde mit www.template-builder.com erstellt - Copyright by Thomas Angerer