Gott zu Ehr
Mittwoch, den 16. Juli 2008 um 12:49 Uhr |
Hermann Szodl | Gedichte

Eine dunkelgraue Wolkenwand
Legt bedrohlich sich über das Land.
Hell zucken die Blitze, gefährlich und spannungsgeladen
Von Wolke zur Erd in grellen Kaskaden.
Apokalyptisches Donnergrollen, die Nerven gespannt
Demut einfordernd mit würgender Hand.

Da plötzlich ein Tosen und ein Krachen.
Die Unterwelt reißt weit auf den Rachen.
Der Blitz fetzt in das Dach hinein.
Erschüttert wird das Gebälk und das Gestein.
Erschlagen werden Mensch und Vieh,
Gefesselt die Welt von Agonie.

Ein Golem steht auf und entfacht die Lohe grell,
Ausbreiten tut das Feuer sich schnell.
Erfasst wird das Haus und das Gespann,
Jetzt braucht es jeden tapferen Mann.
Heiß verströmt die Flamme ihren tödlichen Hauch
knisternd und brodelnd, eingehüllt in schwarzen Rauch.

Kinder schreien, Weiber kreischen und raufen sich die Hände
Der Himmel flammt und kündet von der Welten Ende.
Da endlich, die Sirene heult ihr schauriges Signal
Auf Männer bekämpfet das lodernde Fanal.
Ein Ruf, ein befreiender Schrei dringt aus aller Munde
Die Feuerwehr kommt, lautet die erlösende Kunde.

Jetzt ist sie da die tapfere Schar
Die mutige Truppe, wider dem Feuer immerdar.
Formiert sich schnell und greift das Unheil an
Hoch gepriesen wer diese Mannschaft ersann.
Mit festem Griff, das Strahlrohr umspannt
In geduckter Haltung gegen die lohende Wand.

Ein jeder ein Mann, ein jeder ein Held
setzt ein sein Leben nicht für Gold und Geld.
Für den nächsten der seiner Hilfe begehrt
Wird mit aller Härte dem Unheil gewehrt.
Ehre dem, der die grelle Lohe abdämpft
mit dem Wasserstrahl die Flammen bekämpft.

Der entschlossene Angriff seine Wirkung zeigt
Während der Tag sich dem Ende zu neigt.
Eine letzte Anstrengung noch gewagt
und das Unheil wird zurück in die Hölle gejagt.
Erschöpft und verdreckt aber im Herzen beglückt
des Feuerwehrmanns Tat die Menschen entzückt.

Ich verneige mich vor Eurem mutigen Werk
Ihr seid vor Sturm und Flut der schützende Berg.
Ein jeder von Euch einem Herolde gleich
gestützt wird die Mauer und gestaut wird der Deich.
Drum schau ich stolz auf Eure Fahne auf
Wo steht Euer Leitspruch darauf.

Jeder Feuerwehrmann muss sich dazu bekennen,
Kein Dichter kann es schöner benennen.
Gott zu Ehr
Dem nächsten zur Wehr.
Vor Ehrfurcht ich erschaure inniglich,
Unser Dank sei Euch gewiss, ewiglich.

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