Der ärztliche Rat
Freitag, den 01. August 2008 um 10:17 Uhr |
Gerald Haindl | Gedichte
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Der ärztliche Rat
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Den Bartl hats im Kreuz dawischt,
o mei, dös is a blog,
sein ganzes gstell hats eam verdraht,
sowie a bogne Sag.

Was für a Kreuz is midn Kreuz,
dös is bei Gott ned neu,
wias unsern Bartl hat dawischt,
da war i selm dabei.

Recht scheh woars draußt,
so richtig hoaß,
da Bartl sitzt beim Kaffee hint,
und lasst an gmidling Schoaß.

Dann steht er auf
Dehnt seine Hend,
so wia ma jemand griaßt,
halt des Köpfi dann ind Sun
und had ganz sakrisch gniast.

Und wia so an Nister macht,
da hads in seine Bandscheim kracht,
ja grad so wia a lauder Schuß,
und nacher wars min Bartl schluß.

Es verkraumft eam seine Glieda,
der Hexenschuß der drucktn nieda.
Er kann ned auf,
kommt ned ind Heh,
er schreit so duat ehm Grippn weh.

Da Hackl Klaus, a braver Mau,
der ruaft die Frau vom Bartl au.
Er sagt zu ihr“ihrn Mau had d Hex,sans schnell,
sonst geht der Kampl ex.

De fahrt glei wia der Teifi o,
in 2o Minuten wars scho da.
Und weil er hoagli is der Fall,
bugsidsn glei in a Spideu.

De Ärzte ham glei ungeniert,
den Bartl a glei operiert.
Im Krankenhaus des is a Gfrett,
zwoa Monat war er drin im Bett.

So a Gschicht geht da ins Hirn,
an ganzen Tag kannst die ned rian.
Doch eines Tages wars so weit,
der Bartl had a riesen Freid,
denn der Doktor sagt im Milden Ton,
„dein Kreuz ist gut, geh hem mein Sohn.“



 
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