Des Kapital
Donnerstag, den 06. März 2008 um 12:23 Uhr |
Josef Thaler | Gedichte

A Schatten liegt über da Wöd.
Olles draht sie nur um`s Göd.
Arme gibt’s scho ohne Zahl
Zähln tuat nur des Kapital.

Die Konzerne schrein, mir ham an Gwinn
Doch was hat des scho für an Sinn,
wann d`Leit auf`d Straßen gschmissen wern.
Meiner Seel es is zum rearn.

In der Politik, des wiss ma eh,
wird recht vü gredt, es rennt der Schmäh.
Doch ratlos san`s, des sicht a jeder,
des Kapital druckt alle miteinander nieder.

Die Arbeitsplätze mochan mir,
schrein Manager und tuan ganz schia.
Wann da Rubel rollt, dann is es guat,
soin`d Leit ruhig schindn bis auf`s Bluat.

Weil die Politiker san eh ois Hascherl,
winkt do fia maunchen a volls Tascherl.
Drum wird a ganz wenig s`Maul aufgrissen,
mit Geld wird zudeckt s`schlechte Gwissen.

Doch neigierig bin i, wie lang`s no geht.
Weu, die Leit san ah nit bled.
Irgendwann wiads furchtbar kracha
und dann Leit, glaubt`s mas, geht’s zur Sacha.

De Armen, de wern aufbegehrn
und de Gsellschaft kann si nimmer wehrn.
Alles wird auseinander fliagn
und d`Menschheit tuat si dann bekriagn.

Es war je eh scho alles do,
die Ödern wissen`s ja grad no.
Dann ham mir wieder s`Jammertal
Und schuld is nur des Kapital.

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