Wintersport
Sonntag, den 27. Januar 2008 um 13:15 Uhr |
Thomas Angerer | Gedichte

Wenn im Dezember Veilchen blüh’n,
die Gletscher kahl, die Berge grün,
wirft man die Schneekanonen an,
damit Herr Wedel wedeln kann.

Und in manch speziellem Fall
der Klimaschutz schnurzpiepegal
da wird mit Flutlicht schnell die Nacht
noch heller als der Tag gemacht.

Wenn dann dort siegt der Raich, der Matt,
dann war’s doch wert die Megawatt.
Soll’n doch die Kicker, diese Schwachen,
ihr Spiel im Kerzenlichte machen!

Doch kommen wir zurück zu Wedel,
das ist ein b’sond’rer Fetzenschädel.
Das ganze Jahr treibt er kein’ Sport.
Sagte doch Churchill, das sei Mord.

In jedem Winter muss er mal
ins Ötz-, ins Pitz-, ins Zillertal.
Herr Wedel ist ein ganz ein Scharfer
und kauft sich neue Racing-Carver.

Nach Stunden auf der Autobahn
kommt er im Skisport-Mekka an.
Ein Stamperl schnell als Medizin,
dann ins Gesicht die „Piz Buin“.

Zur Talstation die Karte kaufen,
noch vor der Bergfahrt Glühwein saufen,
auch oben wird noch eingekehrt.
Tirol ist eine Reise wert.

So gestärkt fährt dann der Kecke
natürlich eine „Schwarze Strecke“
am Steilhang folgt ein Purzelbaum
vom Apres-Ski zerplatzt der Traum.

Egal, jetzt darf er Heli fliegen.
Wird er in Innsbruck „Klasse“ liegen?
Herr Wedel das nicht tragisch nimmt.
Der nächste Winter kommt bestimmt!

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