Montag, den 09. Juli 2007 um 19:32 Uhr |
Nexus | Geschichten & Gedichte - Geschichten

Wie eine kleine weiße Wolke über den makellosen hellblauen Himmel trieb ich dahin. Das war der Tag an dem ich frei war. Ungebunden und ohne Ängste, weder vergangene noch zukünftige, begleiteten mich. Ich spürte die Freiheit wie sie ein Vogel im     Gefieder spüren muss. Der Wind trieb mich voran, aber blies auch durch mich durch. Anspannungen fielen von mir ab. Ein fröhliches, unbeschwertes Lachen drang zu mir, und ich merkte, es war mein eigenes.
Nicht die kleinste Sorge war mein Wegbegleiter. Ich kannte weder Trauer noch Wut, hörte nur das Rauschen des Windes und spürte die wärmende Sonne. Frei von Kummer und Verbitterung, hatte ich auch keine Verpflichtungen. Keine Aufgaben die auf mich warteten und niemand verlangte etwas von mir. Es gab weder Muss noch Soll.

Keine Gedanken belasteten mich, machten mir keine Angst. Ich grübelte nicht nach, fragte nach keinem Warum. Niemand setzte mich unter Druck, ich musste nichts vorweisen. Da war keine Leere, ich war erfüllt von Freiheit.
Doch sollte sich durch mein Glück das diese Freiheit auslöste auch bald ein ungewisses Gefühl schleichen. Es war als fehlte mir etwas.
Zwar hatte ich keine Verpflichtungen, es war aber auch niemand für mich da. Und so wie mich keine Gedanken belasteten, dachte niemand an mich. Ich spürte keine Liebe, weder für noch von jemandem. Es wurden keine Erwartungen in mich gesetzt, aber ich durfte auch nichts erwarten.
An diesem Tag merkte ich dass Freiheit nicht das ist was ich mir erträumt hatte. Und so entschied ich mich, wieder zurück zu kehren, mich nicht mehr wie eine kleine weiße Wolke über den Himmel treiben zu lassen. Ich beschloss mein Leben wieder aufzunehmen. Jedoch mit der Erkenntnis die ich jetzt hatte, würde ich es anders leben. Ich würde die Aufmerksamkeit die ich bekommen sollte bewusster wahrnehmen. Allerdings würde ich mich nicht mehr so unter Druck setzten lassen und zwischenzeitlich tief durchatmen. Das ist meine neue Vorstellung von Freiheit. Mir mehr Aufmerksamkeit schenken, Vertrauen zu mir selbst aufbauen und lernen zu sagen was ich will. Ich werde mir die Freiheit von zu vielen belastenden Gedanken gönnen. Von alten Gefühlen und aufgestautem Seelenschutt werde ich mich befreien.
Meine wirkliche Freiheit besteht darin nicht ständig etwas zu erwarten, darauf zu vertrauen dass die Zeit das Richtige bringen wird. Dann wenn ich dafür bereit bin.

 

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