Abendstimmung

Donnerstag, den 01. Februar 2007 um 13:26 Uhr |
Steve Soon | Geschichten & Gedichte - Gedichte

Tief versinkt die Sonne
Schatten werden langer
Gassen wirken enger
optisch -
silber glänzt die Tonne.

Laternen lachen hell
Bäume blicken traurig
Dämmerung droht schaurig
praktisch –
Kleintier trippelt schnell.

 

Aufschlag - oder: Ein Alptraum-Spiel

Donnerstag, den 01. Februar 2007 um 13:20 Uhr |
Steve Soon | Geschichten & Gedichte - Gedichte

Hartplatz, Rasen, Sand und Schläger
oft Gejagter, selten Jäger
ist beim Tennis schon das tolle
manchmal Slice und manchmal Volley.

Spiel ich für mein Leben gern
gegen routinierte Herrn
variantenreiche Spiele
Möglichkeiten gibt es viele
bring ich zur Verzweiflung dann
den einen oder and'ren Mann:

Die Platzwahl ist mir sch ... egal
spiel ich doch ein für allemal
auf allen Plätzen wie ein Held
wenn`s auch dem Gegner nicht gefällt.

 

Winterfreuden

Donnerstag, den 01. Februar 2007 um 12:56 Uhr |
Steve Soon | Geschichten & Gedichte - Gedichte

Der Winter droht
die Natur zu ersticken
kalt und schwer
drückt die weiße Pracht
ähnlich einem Teppich
einem ziemlich dicken
zerstörerisch wirkend
mit großer Macht
auf uns Winzlinge -
und trotzdem
ganz sacht
fast liebevoll
in Wärme geborgen
wirkt der Schnee nicht mehr fremd
sondern freundlich und rein.

 

Mein erster tödlicher Verkehrsunfall...

Montag, den 29. Januar 2007 um 12:36 Uhr |
Hans-Peter Stepanik | Geschichten & Gedichte - Geschichten

...oder: "Und ewig lockt das Weib"

Auf der Polizeiwache in Giengen wurde ein schwerer Verkehrsunfall gemeldet; eine Bäuerin sei vom Traktor gefallen und vom Anhänger überrollt worden, hieß es in dem Notruf. Während vom Wachhabenden, Polizei-meister Dliw, unverzüglich der Krankenwagen verständigt wurde, fuhren mein Schichtführer, Polizeimeister Nriz, und ich - damals noch Polizei-oberwachtmeister - im alten VW-Kombi mit Blaulicht und Martinshorn auf dem schnellsten Wege in Richtung Unfallstelle. Der Kollege lenkte den Dienstwagen und ich saß auf dem Beifahrersitz.
Wir hatten schon Herbst und es war in diesen frühen Abendstunden bereits schon dunkel. Dies war „mein“ erster schwerer Unfall zu dem ich mitfahren musste. Und so war ich ziemlich aufgeregt und zittrig. Alle möglichen Gedanken schwirrten mir durch den Kopf und ich rechnete vorsichtshalber mit dem Schlimmsten. Ich versuchte mir vorzustellen, wie es wohl aussehen mag, wenn ein Mensch von einem Fahrzeug überrollt wurde. Vorbereitet wurden wir junge Polizisten nicht auf solche schlimmen Ereignisse während unserer Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei und auch nicht später, bei irgendwelchen Fortbildungen bei der Landespolizei...

 

Der Tod und das pralle Leben

Montag, den 29. Januar 2007 um 12:20 Uhr |
Hans-Peter Stepanik | Geschichten & Gedichte - Geschichten

Es war an einem schönen, sonnigen Tag im Mai 1969. Die Notrufmeldung ging am späten Nachmittag beim Polizeirevier in Giengen/Brenz ein. Der Anrufer berichtete aufgeregt, dass im Freibad in Herbrechtingen eine Person regungslos im Wasser treiben würde.

Als uns die Meldung über Funk erreichte, befanden wir uns mit dem Streifenwagen fast am anderen Ende unseres Dienstbezirks. Dennoch mussten der Kollege W. und ich den Auftrag übernehmen, weil an diesem Tag, wie eigentlich fast immer, kein weiteres Einsatzfahrzeug zur Verfügung stand; es war eben nur ein kleines Polizeirevier, bei dem die Schichtstärke meist nur drei oder vier Beamte waren.

 
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